Vertretungsverträge können wieder abgeschlossen werden! Aber ...

Neue Vertretungsverträge oder Schmalhans ist Küchenmeister  

 

Seit Sommer 2011 gibt es eine neue, ADD-interne Regelung was den Umfang von Vertretungsverträgen angeht. Sowohl die Erfordernis, Finanzen zu sparen als auch die rückläufigen Schülerzahlen ließen es für das MBWWK angezeigt erscheinen, das bisherige Finanzvolumen drastisch zurückzufahren. 

 

In der Folge werden Vertretungsverträge sehr viel "penibler" abgeschlossen. Dadurch kommt es u.a. leider auch wieder zu nicht bezahlten Ferienabschnitten, werden erforderliche Verlängerungen umgangen und auch Kolleginnen, die in Elternzeit arbeiten wollen, haben zunehmend Schwierigkeiten, Verträge (Elterngeld; Arbeiten in Elternzeit) zu erhalten.

 

Wir befürchten, auch nach Gesprächen mit den Referatsleitungen, dass es erstmals fertig ausgebildete, junge Lehrkräfte geben wird, denen nicht einmal ein Vertretungsvertrag angeboten, geschweige denn eine Planstelle in Aussicht gestellt werden kann.

 

Auch deswegen hat der BPR Grundschulen ein besonderes Augenmerk darauf, dass die wenigen Verträge bevorzugt an BewerberInnen vergeben werden, die eine abgeschlossene Lehramtsausbildung aufzuweisen haben. Dies war und ist nicht selbstverständlich.  

 

Besonders schwierig gestaltet sich die Durchsetzung unseres Anliegens im Bereich der Ganztagsschulen. Dort entscheiden die Schulen (Schulleitung und ÖPR gleichberechtigt!) selbst, wen sie beschäftigen möchten. Hier werden auch unbefristete Beschäftigungsverhältnisse mit Personen eingegangen, die keinerlei pädagogische Ausbildung besitzen! Dafür sind diese jedoch kosten- günstiger als ausgebildete Lehrkäfte. Hiergegen kämpft der BPR Grundschulen wie Don Quijote gegen die Windmühlen.

 

Noch immer erreichen den BPR unzählige Anfragen, Hilferufe ja und auch Beschwerden von Örtlichen Personalräten. Bei all diesen Anfragen geht es darum, dass die allermeisten Vertretungsverträge zwar über die Ferien hinaus verlängert wurden, es aber erhebliche Probleme mit

 

   a) dem "neuen" Stundenumfang (nicht selten reduziert)

   b) der Befristung (Halbjahresvertrag; Jahresvertrag; bis zum letzten Unterrichstag;  

       ohne Ferienbezahlung usw.) gibt.

 

Leider muss der BPR dabei feststellen, dass die uns geschilderten Probleme regional, das heißt abhängig von den Außenstellen Koblenz, Trier oder Neustadt, variiieren.

 

Sollten den Schulen durch diese „Sparmaßnahmen“ erforderliche Lehrerwochenstunden fehlen, dürfen diese nicht durch regelmäßige unbezahlte Mehrarbeit ausgeglichen werden. Gegenüber den Hauptpersonalräten hat sich der zuständige Sachbearbeiter des MBWWK für sein missverständliches EPoS-Schreiben bezüglich der „3-Stunden-Mehrarbeit“ entschuldigt.  

 

Es bleibt also bei der vom BPR Grundschulen mehrfach veröffentlichen Regelung, wonach diese Form der Mehrarbeit nur in zwingenden, kurzfristig anfallenden Ausnahmefällen zulässig ist.

 

Grundsätzlich raten wir allen ÖPR sich gemeinsam mit ihrer Schulleitung dafür einzusetzen, dass ihnen bei Bedarf - und das ist, wenn Schule funktionieren soll, in aller Regel mehr als die sogen. "Grundversorgung" - weitere Stunden zugewiesen werden. Da gilt es hartnäckig zu bleiben! Sollte dieses Nachfassen erfolglos bleiben, bleibt immer noch die Mithilfe des BPR Grundschulen!

 

Die aktuelle Jahresstatistik - das steht schon vor deren Abgabe fest - weist eine hervorragende Versorgung der Grundschulen nach. Auch wenn jede/r weiß, dass nach dem Statistiktermin nicht wenige Verträge enden, zumindest jedoch mit deutlich reduziertem Umfang fortgesetzt werden!  

 

 

388459